Mailand ist die italienische Modemetropole und ein Shoppingparadies für jeden Geldbeutel. Die Hauptstadt der Lombardei gilt auch als die Hauptstadt des Designs. In Mailand finden sich jede Menge berühmte Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten sind der Mailänder Dom und das Letzte Abendmahl.

Unsere Top Mailand Sehenswürdigkeiten

Mailand boomt. Die Millionenstadt ist hypermodern und elegant und gilt als der Motor der italienischen Wirtschaft. Gleichzeitig bewahrt Mailand die antiken Traditionen und hat Sehenswürdigkeiten aus mehr als tausend Jahren Geschichte zu bieten. Wir zeigen Ihnen die Top Attraktionen in Mailand und was man an einem Tag erleben kann. Besser ist es, Sie nehmen sich drei Tage Zeit, um in das Mailänder Leben einzutauchen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ruhe zu genießen.

Wer den Dom nicht gesehen hat, der war nicht in Mailand! Und vom Dach des Doms hat man den ultimativen Rundblick. Das weltberühmte Gemälde von Da Vinci, das Letzte Abendmahl, kann nur mit Voranmeldung besichtigt. Um Tickets für das Abendmahl sollte man sich rechtzeitig vor der Reise nach Mailand kümmern. Wer das nicht schafft, auch nicht schlimm. Denn für einen Bummel durch die Galleria Vittorio Emanuele II. oder die Innenhöfe des Sforza Schlosses, das Castello Sforzesco, benötigt man keine Tickets.

Zum Shoppen gibt es neben dem Mailänder Modeviertel um Via Montenapoleone (Montenapo, wie die Milanesi sie liebevoll nennen) jede Menge andere Shoppingmalls für jeden Geldbeutel. Nicht zu vergessen, die Wochenmärkte, auf denen man außerordentliche Schnäppchen machen kann. Und nebenher noch Gelegenheit hat, um die besten und frischsten Delikatessen zu probieren.

Den Abend in Mailand verbringt man am Naviglio Grande, in Corso Como und im Design Viertel Brera. Überall trifft man auf die Mailänder Jugend in ihren schicken Klamotten und eleganten italienischen Schuhen.

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Mailand


1. Mailänder Dom

Dom Mailand
Mailänder Dom

Der Mailänder Dom ist das Wahrzeichen von Mailand und die bedeutendste Sehenswürdigkeit. Er ist ein Werk der gotischen Baukunst in Italien. Im Jahr 1386 wurde das Bauwerk unter der Herrschaft des Herzogs Gian Galeazzo Visconti begonnen und es dauert 500 Jahre, bis der Dom fertig war. Der Bau des Doms hat im hinteren Bereich begonnen und die Fassade wurde zuletzt fertig gestellt. Während des Baus über fünf Jahrhunderte haben zahlreiche Baumeister ihre Spuren hinterlassen, wodurch vielfältige Stilformen in den Bau eingeflossen sind. Die ab 1567 begonnene Fassade im klassisch-barocken Stil wurder erst im Jahr 1805 beendet. Die Verzierungen mit den Türmchen, den Guglie, von denen jede einzigartig ist, setzte sich bis in das 19. Jh. fort. Auch heute wird man den Dom nie ohne Baustelle erleben. Ständig sind Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten im Gange.

In 108,5 m Höhe wacht die Madonnina über Mailand. Die Statue ist komplett mit Goldplättchen belegt und ist bei guter Sicht aus der gesamten Lombardei zu sehen, am besten von den Comer Bergen und von Bergamo aus. Das ist eine echte Attraktion.

Der Aufstieg auf das Dach des Doms, die Domterrassen, ist ein großartiges Erlebnis. Von oben blickt man über die Dächer von Mailand und bei guter Sicht bis zu den Alpen.

Wussten Sie, dass der Dom eine eigene Abbausstätte für seinen weißen Marmor besitzt? Der Marmor darf für nichts anderes verwendet werden. Die Dombauhütte befindet sich im Candoglia-Gebiet am Lago Maggiore. Früher wurde der Marmor über den Tessin und den Naviglio bis direkt an den Dom geschifft.

Wussten Sie, dass anlässlich der Expo Milano 2015 eine zweite identische Madonnina hergestellt wurde? Sie war für sechs Monate auf der Expo ausgestellt und hat jetzt ihren festen Platz "zum Anfassen" im Innern des Doms.

2. Mailänder Scala

La Scala
Mailänder Scala

Man erreicht die Mailänder Scala, den berühmten Operntempel, vom Domplatz aus durch die Galerie Vittorio Emanuele II. An deren Ende steht man auf der Piazza della Scala. Vom Äußeren des schlichten neoklassizistischen Bau sind die Besucher auf den ersten Blick meist enttäuscht. Das ändert sich umgehend, wenn man das Foyer der Scala betritt.

Ein Besuch der Scala Mailand ist der Traum vieler Opernfreunde. Die meisten Opern sind komplett ausverkauft, wenn es sich um Komponisten wie Verdi, Rossini, Puccini, Donizetti, Bizet, Weber, Mozart, Beethoven, Strauss u.a.m. handelt. Aus aller Welt reisen die Gäste an, um die besten Opernsänger und Dirigenten zu erleben.

Wussten Sie, dass die Mailänder Scala ein äußerst kritisches Publikum hat? Schon viele Sänger und Regisseure sind hier ausgebuht worden. An der Scala treten daher nur die weltbesten Sänger auf, die diesem Niveau gewachsen sind.

3. Das Letzte Abendmahl

Letztes Abendmahl
Abendmahl Mailand

Das Letzte Abendmahl ist das bedeutendste Werk von Leonardo da Vinci und eines der größten Meisterwerke der Geschichte der Kunst. Das Original stammt von Leonardo da Vinci und befindet sich im Refektorium der Kirche Santa Maria delle Grazie.

Vier Jahre lang arbeitet Leonardo an seinem Wandgemälde im Speisesaal des Dominikanerklosters der Kirche Santa Maria delle Grazie. Bereits kurze Zeit nach Fertigstellung begannen die Tempera-Farben zu verblassen und es wurde mehreren Restaurierungen unterzogen.

Der Einlass zu diesem Meisterwerk ist streng reglementiert. Es müssen mehrere Sicherheits- und Luftschleusen passiert werden, um den weiteren Verfall zu verlangsamen.

Die Besichtigung des Abendmahls muss langfristig geplant werden, ohne Reservierung bekommt man keinen Eintritt zu dieser begehrten Sehenswürdigkeit!

Wussten Sie, dass das Letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci das meistkopierte Bild aller Zeiten ist?

4. Santa Maria delle Grazie

Kirche Santa Maria delle Grazie
Kirche Santa Maria delle Grazie

Die Kirche Santa Maria delle Grazie wurde im 15. Jahrhundert auf Wunsch des damals in Mailand herrschenden Herzogs Ludovico il Moro als Mausoleum gebaut. Er stellte dafür die besten Künstler der Renaissance ein. Die Dominikanerkirche gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und eine der vielbesuchten Attraktionen Mailands. Donato Bramante baute den monumentalen Kuppelbau im Stil der Renaissance. Leonardo da Vinci wurde mit der Wandmalerei im Refettorium der Mönche beauftragt, wofür sich der Künstler vier Jahre Zeit nahm.

Kurioses: Aus Unterlagen und Briefwechseln geht hervor, dass sich die Mönche des Dominikanerordens über Leonardo da Vinci beschwerten, da dieser kam und ging, wie es dem Künstler passte.

5. Viktor-Emanuel-Passage (Galerie Vittorio Emanuele)

Vom Dom aus linker Hand eröffnet sich die Viktor - Emanuel - Passage, die Galerie Vittorio Emanuele. Sie verbindet den Domplatz mit der Piazza della Scala.

Viktor - Emanuel - Passage
Viktor - Emanuel - Passage

Die Galleria Vittorio Emanuele II. wurde im Jahr 1877 erbaut und ist der Salon Mailands mit Luxusgeschäften, Bars und Restaurants, eine Shoppinggalerie zwischen Domplatz und Scala. Das gläserne Dach der Galerie bildet ein Kreuz, was vom Dach des Doms aus gut zu erkennen ist. In der Mitte unter dem Kreuz befindet sich das Otagono (Bild). Sehenswert ist der Mosaikfußboden, auf dem die Hauptstädte Italiens dargestellt sind.

Wussten Sie, dass der Baumeister der Galleria Giuseppe Mengoni am Tag vor der Eröffnung vom Gerüst gefallen und tödlich verunglückt ist? Nachdem er aus eigenen Mitteln die Galleria fertiggestellt hatte, konnte er die Einweihung nicht mehr erleben.

6. Castello Sforzesco, das Sforza Schloss

Castello Sforzesco
Castello Sforzesco

Das Castello Sforzesco wurde als gewaltige Verteidigungsburg im 14. Jh. vom Mailänder Herzog Galeazzo II. Visconti erbaut. Der älteste Teil entlang der mittelalterlichen Stadtmauer stammt aus den Jahren 1360-1370 und wurde nach dem Stadttor "Porta Giovia" benannt. Napoleon nutzte während seines Überfalls auf Mailand das Sforza Schloss als Platz für seine Truppen, wodurch die Einrichtung demoliert wurde.

Heute ist das Castello Sforzesco eine beliebte Sehenswürdigkeit und in den Sälen sind Museen untergebracht:

Besonders zu empfehlen ist das letzte Werk Michelangelos, die unvollendete Marmorstatue Pietà Rondanini von Michelangelo Buonarroti, 1564.

Im Erdgeschoss des Palazzo Ducale befindet sich das Museum der antiken Kunst, darüber das Museum antiker Möbel und Pinakothek, u.a. mit einem Bildnis von Galeazzo Maria Sforza. In den Sälen der Rocchetta befinden sich Sammlungen angewandter Kunst sowie eine Sammlung wertvoller historischer Musikinstrumente.

Ludovico il Moro ließ sich den Schlafraum im Castello Sforzesco von keinem geringeren als Leonardo da Vinci ausmalen. In der Sala delle Asse befindet sich die schöne Wandmalerei, eine Pergola mit Zweigen und goldenen Schnüren

Wussten Sie, dass Leonardo da Vinci vom Mailänder Fürsten als Kriegsingenieur in den Dienst genommen wurde und für das kulturelle Leben am Hof verantwortlich war?

Der Schlosspark Parco Sempione

Schlosspark Parco Sempione
Schlosspark Parco Sempione

Hinter dem Castello Sforzesco schließt sich der Sempione Park an, ein wunderschöner großer Park im englischen Stil und ein Ort der Erholung. Mit großen Bäumen und kleinen Seen, über die verwunschene Brücken führen, ist der Schlosspark die grüne Lunge Mailands und am Wochenende beliebtes Familienziel für Sport und Picknick.

Zu den sehenswerten Bauwerken im Schlosspark gehören die Arena Civica, das Meeresmuseum, der Stahlturm Torre Branca und das Design-Museum Triennale. Am gegenüber liegenden Ende des Simplon Parks befindet sich der Friedensbogen Arco della Pace.

Wussten Sie, dass einst Napoleon den Friedensbogen als Triumphbogen bauen ließ, damit er von seiner Reise aus Paris über dem Simplonpass den Triumphbogen als Eingangstor zu Mailand passieren konnte? Nach dem Sturz Napoleons wurde der Triumphbogen jedoch aufgegeben und später fertiggestellt.

Naviglio - Die Kanäle in Mailand
Naviglio

Wenn man nachmittags oder abends bummeln, essen und genießen will, ist man am Naviglio genau richtig. Restaurants und Pizzerien, Eiscafés und Aperitivo-Bars, dazwischen die Höfe mit den Künstlerwerkstätten, das alles ist Atmosphäre pur und eine beliebte Attraktion für die Mailänder und ihre Gäste. Das Hafenbecken, die Darsena, wurde vor ein paar Jahren als Fußgängerzone hergerichtet. Von hier aus kann man Fahrten mit dem Elektroboot auf dem Naviglio unternehmen.

Wussten Sie, dass das System von Kanälen von Mailand, den Navigli, von Leonardo da Vinci weiterentwickelt wurde? Insbesondere bei der Konstruktion von Schleusen hat sich Leonardo verdient gamacht.

Porta Ticinese und der Park der Basiliken

Porta Ticinese, Colonnne di San Lorenzo
Colonnne di San Lorenzo

In Corso die Porta Ticinese befinden sich einige der ältesten Bauwerke aus römischer Zeit, die Colonnne di San Lorenzo. Sie stehen vor der gleichnamigen Basilika San Lorenzo. Hinter der Basilika befindet sich ein schöner Park, der Parco delle Basiliche, der sich bis zur Kirche Sant'Eustorgio fortsetzt. Die Sehenswürdigkeit ist zugliech beliebter Treffpunkt der Mailänder Jugend.

Wussten Sie, dass die Kirche Sant'Eustorgio nur gebaut wurde, um die Reliquien der heiligen drei Könige zu beherbergen, die Eustorgio nach Mailand gebracht hatte? Heute befindet sich nur noch der Sarkophag in der Kirche, die Gebeine wurden von Barbarossa gestohlen und nach Köln gebracht, ein anlass für den Bau des Kölner Doms.

8. Designviertel Brera

Pinakothek Brera
Pinakothek Brera

Das historische Brera-Viertel war immer ein bevorzugtes Gebiet von Künstlern, die sich in Bars und Literaturcafés trafen, tranken und philosophierten.

Heute ist das Brera-Viertel eine groß angelegte Fußgängerzone mit Restaurants dazwischen Boutiquen und Kunstgeschäfte, Straßenhändler und Märkte. Die Pinakothek Brera mit ihrer weltberühmten Gemäldegalerie ist unter Kunstliebhabern eine echte Attraktion.

9. Mailänder Modeviertel

Concept Store 10 Corso Como
Concept Store 10 Corso Como

Mailand gehört zu den weltweit wichtigsten Trendsettern, wenn es um Mode geht. Rund um das Modeviertel Mailand, das Quadrilatero della Moda, haben die die namhaften italienischen Modedesigner ihre Boutiquen. Die teuersten Gassen konzentrieren sich im Modeviereck zwischen Via Montenapoleone, Corso Venezia, Via Senato und Via Manzoni. In Via della Spiga, Via Sant’Andrea, Via Gesù, Via Santo Spirito und Via Borgospesso wechseln sich Show Rooms der bekanntesten Modedesigner Armani, Dolce Gabbana, Gucci, Moschino, Prada, Bulgari u.v.a. mit teuren Uhren- und Schmuckgeschäften ab, dazwischen gibt es exklusive Hotels, Cafés und Delikatessenläden. Eine Top-Adresse für Modeblogger, die hier auf namehafte Designer und Top-Models treffen.

10. Stadion San Siro

Stadion San Siro Mailand
Stadion San Siro Mailand

Das Fußball-Stadion San Siro ist das Heimstadion beider Mailänder Mannschaften, Inter Mailand und des AC Milan. Nicht nur Fußballstadion, sondern auch eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Mailands.

Der berühmte Mailänder Fußballtempel verfügt über  78.328 Sitzplätze (davon 244 für Behinderte) in 3 horizontalen Ringen, die in 4 Zonen eingeteilt sind. Die Längsseiten haben die Farben rot (Westsektor - Tribüne und Presse) und orange (Ostsektor), die Kurven sind blau (Südkurve - Fankurve Milan) und grün (Nordkurve - Fankurve Inter) gekennzeichnet. 1980 wurde das Stadion Giuseppe Meazza, dem größten italienischen Fußballspieler gewidmet. Das San Siro Stadion ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen und platzt aus allen Nähten. Derzeit ist ein neues Stadion in Planung. Der neue Fußballtempel wird ebenfalls in San Siro gebaut.

Casa Milan, Sitz des AC Milan

Fußballmuseum Mondo Milan
Fußballmuseum Mondo Milan

Der AC Milan hat sich 2014 ein neues "Zuhause" geschaffen, das Casa Milan im Stadtteil Portello, dem ehemaligen innerstädtischen Messegebiet Mailands. In der Bar und dem Platz davor kann man gemeinsam mit den Fans die Partien auf Videoleinwand verfolgen.

Stadtplan mit den Sehenswürdigkeiten in Milano

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