Parma ist noch immer ein Insidertipp auf der Suche nach faszinierenden Orten mit langer Geschichte, interessante Sehenswürdigkeiten und ausgezeichneter Küche. Kulturell hat Parma eine Menge zu bieten, ist die Stadt doch die Heimat von Giuseppe Verdi und Arturo Toscanini.

Parma Sehenswürdigkeiten

Parma hat eine Fülle an Attraktionen zu bieten. Viele Sehenswürdigkeiten Parmas stammen noch aus der Zeit des Herzogtums der Farneser und Bourbonen. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten Parmas zählen der Domplatz mit dem Dom und dem Baptisterium aus dem Mittelalter, das Teatro Regio und der Komplex des Palazzo Pilotta.

Palazzo Pilotta und Teatro Farnese

Palazzo Pilotta
Durch das Tor des Palazzo Pilotta ins Zentrum

Der Palazzo Pilotta stellte das weltliche Machtzentrum von Parma dar. Mehrere Paläste verschmelzen zu einem monumentalen Komplex. Im Gegensatz zu den Gassen der gemütlichen mittelalterlichen Stadt Parma erscheint der Palast Pilotta überwältigend groß.

Man betritt den Pilotta Komplex durch einen Portikus. Hier befanden sich die Residenzen des Herzogs Farnese. Der Palazzo del Giardino diente einst repräsentativen Zwecken. Heute ist der Palast ein großer Museumskomplex, bestehend aus dem Teatro Farnese, der Nationalgalerie von Parma , dem archäologischen Museum und der Pfalzbibliothek (Biblioteca Palatina). Die Nationalerie beherbergt u.a. Meisterwerke der Renaissance von Correggio und Parmigianino.

Teatro Farnese

Im ersten Stock des Palazzo della Pilotta befindet sich das Teatro Farnese. In dem Theater spielte sich im 17. Jahrhundert das höfische Leben der Herzöge Farnese ab.

Teatro Regio Parma

Verlässt man den Palazzo Pilotta befindet sich rechter Hand in Via Garibaldi das Teatro Regio. Im Teatro Regio findet jedes Jahr das Verdi Festival zu Ehren des wohl bekanntesten Komponisten Italiens statt.

Das kleine aber sehr feine Opernhaus kann man innerhalb einer Führung besuchen.

Das Zentrum der Altstadt von Parma in Piazza Garibaldi

Vorbei an der Basilika Santa Maria della Steccata erreicht man das Zentrum der Altstadt von Parma in Piazza Garibaldi.

Palazzo del Governatore mit dem Uhrturm
Palazzo del Governatore mit dem Uhrturm

Vor dem Palazzo del Governatore mit dem Uhrturm steht das Monument von Giuseppe Garibaldi, das in keiner italienischen Stadt fehlen darf. Gegenüber ist das Rathaus von Parma und an der Ecke zu Via Farini befindet sich das Tourismusbüro, in dem Sie weitere Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen erhalten. Durch die mittelalterliche via Cavour kommt man zum Domplatz. Rechts und links gehen die Gassen zu den Stadtvierteln, den Borghi, mit ihren verwunschenen Ecken ab.

Domplatz mit Dom und Baptisterium

Der weitläufige Domplatz ist das religiöse Zentrum von Parma.

Domplatz mit Baptisterium und dem Löwen vor dem Domportal
Domplatz mit Baptisterium und dem Löwen vor dem Domportal

Auf dem Platz stehen neben dem Dom mit Glockenturm das Baptisterium, der Bischofsplast und das Museum der Diözese. Die monumentalen Steinbauten gehören zu den Attraktionen von Parma.

Dom von Parma

Der Eingang zum Dom wird von zwei Marmorlöwen bewacht, die die Säulen des Portikus tragen.

Dom von Parma mit Freskomalerein
Dom von Parma mit Freskomalerein

Der Bau des Doms dauerte ca. 50 Jahre, er wurde 1059 begonnen und 1106 geweiht. Davor befand sich eine frühchristliche Kirche an der Stelle, die durch einen Brand zerstört worden war.

Die besonderen Sehenswürdigkeiten in der an sich schon beeindruckenden Kathedrale sind die Kuppel mit einem wunderschönen Fresko, das von Antonio Correggio von 1525 und 1530 gemalt wurde. Es zeigt die Aufnahme Marias in den Himmel. Man stelle sich vor, unter welch schwierigen Bedingungen die Maler des Barocks auf ihren Holzgerüsten die Gemälde an die Decke gemalt haben, immer unter dem Zeitdruck des trocknenden Freskos.

Ebenfalls von Correggio stammen die Apostel im Kreis der Kuppel.

Kuppel des Doms mit Malerein von Correggio
Kuppel des Doms mit Malerein von Correggio

Im Mittelschiff begleitet ein Freskenzyklus den Weg der Gläubigen. Er zeigt die Episoden aus dem Alten Testament und das Leben Christi. In der Krypta werden die Reliquien von San Bernardo degli Uberti, dem Schutzpatron von Parma, aufbewahrt.

Rechts neben dem Dom steht der Glockenturm, der kaum mit auf das Foto passt.

Baptisterium von Parma

Das achteckige Baptisterium ist eine der besten Sehenswürdigkeiten in Parma. Auch wenn es Eintritt kostet, sollte man sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Es ist eines der bedeutendsten Bauwerke der späten Romanik und frühen Gotik.

Baptisterium mit Altar
Baptisterium mit Altar

Das Baptisterium befindet sich rechts neben Glockenturm und Dom. Es wurde aus dem schönen rosafarbenen Marmor von Verona gebaut.

Durch das Portal der Jungfrau betritt man das Baptisterium, es ist nach dem Relief in der Lünette über dem Portal benannt. Es zeigt die gekrönte Jungfrau, die das zu segnende Kind hält. Die weiteren Portale sind das Portal des Erlösers in Richtung Westen mit den Werken der Barmherzigkeit und das Portal des Täufers, durch das die zu Taufenden das Baptisterium betraten.

In der Mitte des Baptisteriums befindet sich ein großes achteckiges Taufbecken, ebenfalls aus rotem Marmor aus Verona. In der Mitte ist ein kleineres Becken in Form eines vierblättrigen Kleeblatts eingelassen, wo der zu Taufende hineinstieg. In einer Nische befindet sich ein zweites Taufbecken auf einem Standfuß in Form eines Löwen mit einer umlaufenden Dekoration.

In einer Nische der Apsis steht der Altar mit den Bildnissen des Baptistes, einem Priester und einem Leviten. Alle zeigen auf Christus als den wahren Erlöser.

Die Kuppel des Baptisteriums

Die wunderschöne Kuppel ist in 16 Abschnitte unterteilt, die mit ikonografischen Heiligen bemalt wurde. Übereinander sind sechs horizontale Ringe dargestellt. Von unten beginnend erzählen sie die Geschichten:

  1. Ring das Leben Abrahams
  2. Ring das Leben Johannes des Täufers
  3. Ring Christus mit der Jungfrau und dem Täufer
  4. Apostel und Evangelisten
  5. Jerusalem
  6. Der rote Schlussstein

Nach der Besichtigung der Hauptsehenswürdigkeiten von Parma sollte man sich getrost den Genüssen in einem der schönen Restaurants in der Altstadt hingeben und ein Degustationsmenü wählen.

Spezialitäten aus Parma

Parma ist in de rganzen Welt bekannt als die Stadt des Parmaschinkens und des Parmesankäses. Traditionen, die sich seit Jahrhunderten bewährt haben. Nicht umsonst wurde Parma als Sitz der Europäischen Lebensmittelbehörde auserkoren.

Parma und der Schinken

Der echte Parmschinken trägt ein Siegel und steht unter Markenschutz. Seinen Ursprung hat der Parmaschinken in Langhirano, einem Ort am Fluss Parma. Auch heute sind die meisten produzenten dort ansässig und einige können mit einer Führung besucht werden.

Nur eine bestimmte Sorte Schweine aus einer definierten Region darf für die Herstellungen des edlen Schinkens gezüchtet werden. Es gelten strenge Anforderungen, die von der italienischen Lebensmittelkommission überwacht werden. Der Prosciutto di Parma wird luftgetrocknet und muss mindestens ein Jahr lang reifen. Am besten schmeckt der Parmaschinken, wenn er hauchzart frisch aus der Keule abgeschnitten wurde. Sie werden es in Italien nie erleben, dass am Wurststand bereits ein Spapel abgeschnittener Wurst oder Schinken daliegt. Alles wird erst auf Kundenwunsch geschnitten. Der Italiener verlangt den Parmaschinken "dalla parte dolce, tagliato finissimo", also von dem dickeren Teil des Schinkens, wo er besonders zart und weniger salzig ist und so dünn geschnitten, dass er bereits beim Auftafeln zerfällt.

Parmesankäse

Nur der Hartkäse, der aus der Region kommt, darf sich Parmigiano Reggiano nennen. Kommt er hingegen aus der Lombardei, handelt es sich meistens um Grana Padano.

Ebenso wie der Parmaschinken ist auch der Parmesankäse durch ein Siegel geschützt. Die Reifezeit des echten Parmigiano Reggiano beträgt mindestens 12 Monate. Ein solcher Hartkäse gilt aber noch als jung. Die meisten im Handel verkauften Parmesankäse sind 24 oder 36 Monate gelagert.

Der Parmigiano Reggiano hat eine lange Tradition. Schon Boccaccio erwähnte des Parmesan in seinem Decamerone, und dieses stammt aus dem 14. Jahrhundert!

Lebensmittelmuseum - Museo del Cibo

Die Hersteller der Region um Parma haben ein Lebensmittelmuseum eingerichtet. Dieses besteht aus mehreren Standorten, wo man sowohl bei Herstellern als auch in Museen die Herstellungsprozesse und

spezifischen Eigenschaften und Geschmacksvarianten kennenlernen kann.

Und natürlich dürfen die Degustationen bei dieser gelegenheit nicht fehlen.

Zum Museum del Cibo gehören:

  • Museum des Parmesan Käse
  • Pastamuseum
  • Tomatenmuseum
  • Weinmuseum
  • Wurstmuseum der Felino Salami
  • Museum des Parmas Schinken
  • Museum des Culatello di Zibello
  • Museum der Steinpilze aus Borgotaro

Eine Reise nach Parma und der Besuch der Lebensmittelmuseen und den Verkostungen ist ein Muss für Feinschmecker und Liebhaber von Käse und Wurst.

Musikstadt Parma

Bedeutend ist Parma als Stadt großer Musiker, denn Parma ist die Geburtsstadt von Arturo Toscanini und Giuseppe Verdi. Nicht weit entfernt, nämlich bei Modena, war Luciano Pavarotti zu Hause, einer der weltbesten Tenöre überhaupt.

Giuseppe Verdi mit dem Sitz des Verdi Festivals und einer einmaligen Casa della Musica mit Multimediamuseum und historischen Archiven.

Von Arturo Toscanini kann in Parma das Geburtshaus besichtigt werden.

In Modena wurde im Haus von Luciano Pavarotti ein Hausmuseum eingerichtet.

Verdi Festival

Gönnen Sie sich das unvergessliche Erlebnis, den großen Komponisten in seiner Heimat zu besuchen und erleben Sie eine Oper von Giuseppe Verdi.

Das Verdi Festival findet jedes Jahr im Oktober, in der Zeit des Geburtstages von Giuseppe Verdi statt. Im Teatro Regio und im einzigartigen Teatro Farnese in Parma sowie im Teatro Verdi in Busseto werden seine Opern und Konzert ausgeführt.

Verdi Museum Busseto
Verdi Museum Busseto

Für das Verdi Festvial können Sie bie uns Tickets mit Hotel sowie ein Begleitprogramm zum Thema Verdi bestellen. Bei dieser Gelegenheit können Sie das Geburtshaus des Maestro in Roncole, das Verdi Museum in Busseto und seine Villa in Sant’Agata besuchen.

Lage und Stadtplan

Parma liegt in der Po-Ebene am Fluss Parma in der Region Emilia Romagna. In der Antike führte die römische Straße Via Emilia durch Parma, sie verband Piacenza mit der Adria-Küste bei Rimini. Die Via Emilia gibt ist es immer noch, als SS 9 Via Emilia.

Piazza Garibaldi im Zentrum von Parma
Piazza Garibaldi im Zentrum von Parma

Heute verbindet die Autobahn A1 Parma mit Mailand im Nordwesten und Bologna im Südosten. In Parma beginnt die A15, die entlang dem Fluss Taro durch die Lunigiana nach La Spezia in Ligurien führt.

Parma liegt am gleichnamigen Fluss Parma, der die Stadt von Süd nach Nord durchquert und zum Po weiterfließt.

Stadtplan Parma

Anfahrt und Parken

Vom Bahnhof Parma kommt man recht gemütlich über Via Garibaldi in die Innenstadt und kann sich bei dieser Gelegenheit in einer der Bars oder Feinkostläden mit den Spezialitäten von Parma verwöhnen lassen.

Wer mit dem Auto nach Parma fährt, dem empfehlen wir das Parkhaus Parcheggio Toschi am Fluss Parma. Bei Ankunft in Parma und nach dem Überqueren der Brücke wird man unweigerlich von dem großen Backsteinkomplex Palazzo Pilotta in Empfang genommen. Er war das Symbol der Macht der Fürstenfamilie. Heute ist der Palast ein großer Museumskomplex.