Bologna besitzt eine der schönsten und besterhaltenen Altstädte Europas mit vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die Türme aus dem Mittelalter und die fast 40 km Arkadengänge, die die weitläufige Innenstadt mit ihren Fußgängerzonen, Plätzen, Kirchen und Palästen miteinander verbinden. Bologna liegt verkehrstechnisch so günstig, dass man auf einer Reise in die Toskana oder an die Adria einen Zwischenstopp einlegen sollte, um die Attraktionen der schönen Stadt und die Spezialitäten nicht zu verpassen.

Die Attraktionen auf einen Blick

Sehenswürdigkeiten

Bologna ist die Hauptstadt der Region Emilia Romagna und war im Jahr 2000 Europäische Kulturhauptstadt. Zur Emilia Romagna gehört die Adriaküste bei Rimini, das herrliche blaue Meerwasser der Adria, lange und heiße Sommer, historische Küstenorte mit moderner Infrastruktur, dazu eine wunderbare Landschaft, die hervorragende mediterrane Küche und Sonnen gereifte Weine machen den Urlaub zum kulinarischen Erlebnis.

Die Universität von Bologna mit dem Amphitheater der Anatomie ist die älteste Universität der westlichen Welt. Bologna ist vom Massentourismus noch verschont geblieben. Durch das internationle Treiben der Studenten, ist Bologna eine sehr junge und lebendige Stadt. Die Besucher finden eine gut erhaltene Bausubstanz und großartige Kultur und Geschichte vor. Lassen Sie sich bei Ihrem Besuch in Bologna von der Schönheit der Stadt und den beindruckenden Sehenswürdigkeiten überraschen..

Für Motorsportfans ist Bologna und Umgebung ein Mekka, kann man hier die Museen und teilweise auch die Werke von Ducati, Maserati, Lamborghini sowie Ferrari bewundern. So gibt es das Enzo Ferrari Museum im Zentrum von Modena und ein weiteres Museum der Formel 1 Autos in Maranello.
Die Kulturstädte der Poebene sind ebenfalls ein Paradies für Feinschmecker, aus Parma kommt der Parma-Schinken und der Parmigiano Reggiano, Bologna ist für die Mortadella bekannt und aus Modena kommen die handgefertigten Tortellini und der originale Essig Balsamico.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bologna

Piazza Maggiore

Neptunbrunnen in Piazza Maggiore
Neptunbrunnen auf der Piazza Maggiore

Der zentrale Platz im Zentrum von Bologna wird durch die Basilika San Petronio, den Palazzo Comunale (13. - 15. Jh.) und den Palazzo del Podestà, (1485) dominiert. Der Neptunbrunnen Fontana di Nettuno ist ein Werk der Frührenaissance von Giambologna.

Im Palazzo dei Banchi arbeiteten einst Geldwechsler und Verleiher. Im Anschluss an Piazza Maggiore befanden sich die Viertel der ärmeren Bevölkerung. Um den Platz davon optisch abzutrennen, wurden Fassaden mit Durchgängen errichtet, die den Eindruck großer Palazzi vermittelten. Heute finden sich in den Gassen die pittoresken Läden mit ihren regionalen Spezialitäten, gleich neben den Marktständen mit frischem Obst, Gemüse und Fisch.

Palazzo del Podestà

Palazzo del Podestà
Palazzo del Podestà

Mit der Entstehung der Piazza Maggiore wurde im 12. Jh. der Palazzo del Podestà als Herrschaftssitz der Stadtverwaltung und Funktionäre errichtet. Er wurde auf Wunsch der Familie Bentivoglio, einstmalige Herrscher über Bologna, mit einer eleganten Renaissancefassade versehen.

Die schiefen Türme von Bologna - Torri Gentilizie

Torri Gentilizie
Torri Gentilizie, die schiefen Türme von Bologna

Die Türme sind charakteristische Sehenswürdigkeiten in Bologna. Die Geschlechtertürme wurden im Mittelalter von den wohlhabenden Familien errichtet, einige davon wurden als Wohntürme genutzt. In den Chroniken der Stadt wurden 193 solcher Türme beschrieben. Unter den mittelalterlichen Geschlechtertürmen sind die schiefen Türme Torri Gentilizie von Bologna ein Wahrzeichen der Stadt. Auf den Asinelli Turm kann man auf einer Wendetreppe über fast 500 Stufen hochsteigen und einen wunderbaren Rundumblick genießen.

Heute existieren noch 17 dieser Türme. Die bekannststen darunter sind Torre Azzoguidi (61 m hoch), Torre Prendiparte (59,50 m) sowie die beiden nebeneinander stehenden Türme Torre degli Asinelli (97,20 m hoch) und Torre Garisenda. Der Garisenda Turm war ursprünglich 60 m hoch, wurde aber auf 48 m reduziert. Der Asinelli Turm ist der höchste schiefe Turm Italiens. Ein Aufstieg über die fast 500 Stufen und der Ausblick über die Stadt sind ein unvergessliches Erlebnis.

Oft wurden die Türme von Blitzen getroffen, was zu Schäden und Bränden geführt hat. Die Wissenschaftler Giovanni Battista Riccioli (1640) und Giovanni Battista Guglielmini nutzen die hohen schiefen Türme, um an ihnen den Nachweis der Erdrotation zu bringen.

Basilika San Petronio in Bologna

Die Basilika San Petronio ist die Hauptkirche von Bologna, die fünftgrößte Kirche der Welt und dominiert die Piazza Maggiore in Bologna. In der Kirche befindet sich ein in den Fußboden eingelassener Meridian. Mit 66,8 m Länge ist er der längste Meridian der Welt. Er wurde nach dem Projekt des Astronomen Giovanni Domenico Cassini angelegt. Bedeutend ist die Kapelle Bolognini mit Fresken von Giovanni da Modena.

Basilika San Petronio
Basilika San Petronio

Die Hauptkirche von Bologna ist die Basilika San petronio und dominiert di Piazza Maggiore. In ihren gigantischen Ausmaßen von 132 m Länge, 60 m Breite und 45 m Höhe ist sie die fünftgrößte Kirche der Welt.

Wie die meisten Bauten Bolognas wurde auch die Basilika San Petronio aus Backsteinziegeln errichtet. Der untere Bereich der Fassade wurde anschließend mit Marmor verziert, während der obere Teil bis heute unvollendet blieb.

Das Besondere im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen ist, dass Kirchen normalerweise von der Diözese finanziert und gebaut werden, die Kirche San Petronio wurde jedoch von der Bevölkerung gewollt und mit öffentlichen Geldern errichtet.

Die Basilika San Petronio im gotischen Baustil ist dem Schutzpatron und Bischof von Bologna San Petronio im 5. Jahrhundert gewidmet.

Der Bau begann 1390 unter dem Baumeister Antonio Di Vincenzo. Zuerst entstand die Fassade, um die Präsenz der Kirche zu zeigen. Die einzelnen Kappellen entstanden verschiedenen Zeiträumen zwischen 1390 und 1659.

Sie war in ihren Maßen größer als der Petersdom geplant, die imponente Innenhöhe von 45 Metern und die Breite von 60 Metern belegen das Vorhaben. Die Kirche in Rom verhinderte dies und so wurde die Basilika San Petronio auf ein Schiff (anstatt 3) reduziert und Stück für Stück in die Tiefe gebaut.

Die Gesamtlänge der Kirche beträgt 132 m und von außen ist das plötzliche Bauende sichtbar.

Der Meridian von Cassini

In der Kirche befindet sich ein in den Fußboden eingelassener Meridian von 66,8 m Länge, ein Werk von Giandomenico Cassini nach dem Projekt des Astronomen Giovanni Domenico Cassini.

Durch ein Loch im Kirchendach gelangt der Mittagssonnenstrahl in die Kirche und zeigt Monat, Tag, Sternzeichen und die Zeit von und bis zur Tag-und-Nacht-Gleiche.

Noch heute ist der 1655 in den Kirchenboden eingelassenen Meridian der längste der Welt.

Kapelle der Heiligen Könige
Kappelle Bolognini
Kapelle Bolognini (Kapelle der Heiligen Könige) in der Basilika San Petronio

Bedeutend ist die vierte Kapelle auf der linken Seite und Anlass für die ständige Bewachung der Kirche. Die Kapelle Bolognini (Kapelle der Heiligen Könige) wurde am Anfang des 14. Jh. dekoriert. Sie beherbergt den Grabstein von Bartolomeo Bolognini, einem reichen Seidenhändler, dem die Kapelle gewidmet war.

Die Fresken von Giovanni da Modena zeigen auf der rechten Wand die Reise der Heiligen drei Könige. Die linke Wand ist nach Dantes Werk dekoriert: Der obere Teil zeigt das Paradies, Platz der Heiligen mit der Krönung der Madonna und Christus in einer göttlichen Form. Im unteren Teil ist die Hölle dargestellt: Der Erzengel Michael und das Inferno mit Höllenspektakel und der gigantischen Figur von Luzifer und dem liegenden Mohammed.

Die Basilika San Petronio beherbergt die Kleider von Elisa Bonaparte, der Schwester Napoleons.

Im Glockenturm ist ein Konzert aus vier Glocken aus dem 15. Jh. installiert.

Panoramaterrasse der Basilika San Petronio

Neu ist die Panoramaterrasse der Basilika San Petronio. Der Eingang befindet sich in Piazza Galvani. Vom Dach der Basilika aus können Sie die Bologna aus einer Höhe von 54 Metern bewundern. Zu dieser Attraktion geht ein Aufzug oder Sie nehmen die Treppe. Eine Sehenswürdigkeit, die Sie nicht verpassen sollten.

Die Universität von Bologna UNIBO

Bologna wird mit dem Beinamen "La Dotta", die Gelehrte, geehrt. Die Universität von Bologna mit dem Amphitheater der Anatomie ist die älteste Universität der westlichen Welt. Das offizielle Gründungsjahr wurde auf das Jahr 1088 festgelegt. Persönlichkeiten wie Dante Alighieri, Paracelsius, Erasmo da Rotterdam, Raimundo de Pegñafort, Albrecht Dürer, San Carlo Borromeo, Carlo Goldoni waren Studenten der Universität.

Universität von Bologna Palazzo dell'Archiginnasio
Universität von Bologna Palazzo dell'Archiginnasio

Die Università di Bologna (UNIBO) ist die älteste Universität der westlichen Welt. Das offizielle Gründungsjahr wurde 1888 auf das Jahr 1088 festgelegt.

Eine wirkliche Gründung gibt es indes nicht, da sich die Universität im Lauf der Jahrhundert selbst formierte. Die Studenten gründeten ein "Studium", mit dem sie ihre Dozenten selbst auswählten und finanzierten. Anfangs gab es keine offiziellen Räumlichkeiten, die Lehre wurde in Gruppen in Privaträumen durchgeführt.

Giosuè Carducci (gestorben 1125) gilt als Gründer der Universität. Das studentische Leben war eine freie Selbstverwaltung. Die Studenten organisierten sich in Kollegien der jeweils selben Nationalität.

Palazzo dell'Archiginnasio

Das erste Universitätsgebäude war der Palazzo dell'Archiginnasio. Das Archiginnasio war Sitz der Universität von Bologna von seiner Fertigstellung 1564 bis 1803.

An Decken und Wänden der Gänge wurden die Wappen der Studierenden verewigt und bilden so ein dekoratives und geschichtliches Zeugnis der Universität.

Persönlichkeiten wie Dante Alighieri, Paracelsius, Erasmo da Rotterdam, Raimundo de Pegñafort, Albrecht Dürer, San Carlo Borromeo, Carlo Goldoni waren Studenten der Universität.

Zu den bedeutendsten Professoren gehörten der Schriftsteller Umberto Eco und Luigi Galvani, der Entdecker des galvanischen Stromes.

Heute beherbergt der Palast Palazzo dell'Archiginnasio di Bibliothek mit ihren wertvollen Werken. Die Universität von Bologna hat 23 Fakultäten.

Das Anatomisches Theater der Universität von Bologna
Anatomisches Theater der Universität
Anatomisches Theater der Universität von Bologna

Im anatomischen Theater der Universität von Bologna (1637 im Palazzo dell'Archiginnasio eingerichtet), wurden die anatomischen Vorlesungen gehalten.

In der Mitte befindet sich der Marmortisch, auf dem die Sezierungen unter dem Schein eines Kandelaber durchgeführt wurden. Die Sezierungen fanden nachts und nur in den Wintermonaten statt.

Von den Sitzbänken aus konnten die Studenten die Chirurgischen Eingriffe beobachten, die von einem Fleischer unter der Leitung des Professors und eines Assistenten durchgeführt wurde.

Die gesamte Einrichtung und die Wände sind aus Holz, ein Material, das den Geruch absorbiert. Holzstatuen von Hippokrates und berühmten Chirurgen befinden sich an Wänden und Decke. Auf der Kanzel des Professors sitzt Anatomia, die von zwei mit Muskeln umhüllten Skeletten gehalten wird.

Oberhalb der Zuschauerbänke, gegenüber der Professorenkanzel befand sich der Sitz des Inquisitors. Der Kirchenvertreter war Beauftragter des Klerus und beobachtete die Konformität des Geschehens aus religiöser Sicht.

Arkaden von Bologna

Arkaden von Bologna
Arkaden von Bologna

Eine weitere Besonderheit von Bologna sind die Arkadengänge, die auf fast 40 km Fußgängerpassagen bilden. Im Mittelalter gab es ein Gesetz, das diese Bauweise vorschrieb, um Wohnraum für die expandierende Stadt zu schaffen.

Der bekannteste Arkadengang ist der Portico di San Luca. Er führt über 4 Kilomenter hinauf zur Wallfahrtskirche San Luca. Die Arkaden San Luca gilt als der längste Arkadengang der Welt.

Es ist ein schönes Erlebnis, durch die schattigen Laubengänge die weitläufige Innenstadt mit ihren Plätzen, Kirchen und Palästen zu entdecken und nebenher die Köstlichkeiten zu entdecken, die Bologna zu bieten hat. Nicht umsonst trägt die Stadt den Beinamen "La Grassa", die Fette.

Typische Gerichte und Bologneser Spezialitäten

Wer kennt sie nicht die Spaghetti bolognesi? Die Küche wurde im Mittelalter geprägt durch die Studenten aus vielen Nationen, die ihre gastronomischen Erfahrungen einbrachten.

Besonders bekannt geworden sind in der Welt die Mortadella, die in Italien einfach Bologna genannt wird, und die Tortellini.

Noch heute werden diese kleinen gefüllten Teigtaschen in guten Küchen mit der Hand gefertigt und jedes Tortellino ist ein kleines Meisterwerk.

Ebenso bekannt geworden sind die grünen Tagliatelle, die mit Spinat gefertigten Nudelstreifen sowie die Lasagne mit Ragù alla bolognese.

Lust auf eine Gourmettour durch Bologna bekommen?

Familien und kleine Freundesgruppen können auf dieser Gourmet Walking Tour neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten den antiken Markt besuchen und die historischen Geschäfte in der Altstadt kennenlernen. Ihre Führerin erklärt die typischen Produkte und deren Zubereitung, gewürzt mit Anekdoten. Die private Führung endet mit einer Verkostung.

Für Gruppen bieten wir eine Gourmet-Tour durch Bologna. Sie schauen bei der geschickten Herstellung der Tortellini zu und kosten die berühmte Bologna, genießen ein Degustationsmenü und anschließend handgeschmachte Schololadenspezialitäten.

Geschichte

Etruskische Siedler aus der Toskana gründeten die Ansiedlung bereits vor ca. 3000 Jahren. Bologna war unter den Kelten und Etruskern, d.h. ca. 1000 Jahre vor den Römern, ein bedeutendes urbanes Zentrum. Im Mittelalter war Bologna als eine der größten europäischen Städte ein bedeutendes Zentrum für Wissenschaft, Handel, Architektur, Kunst und Kultur. Noch heute trifft man hinter schlichten Fassaden von Kirchen und Palästen auf wertvolle Kunstwerke aus Barock und Renaissance. Noch heute werden diese kleinen gefüllten Teigtaschen in guten Küchen mit der Hand gefertigt und jedes Tortellino ist ein kleines Meisterwerk.

Berühmte Persönlichkeiten

  • Luigi Galvani (1737 - 1798) Physiker und Anatomiker. Neben Alessandro Volta der Pionier auf dem Gebiet der Elektrik
  • Guglielmo Marconi (1874 - 1937), Nobelpreisträger für Physik, auf ihn geht die Erfindung der drahtlosen Telegrafie mittels Radiowellen zurück. Nach Guglielmo Marconi wurde der Airport von Bologna benannt.
  • Gioachino Rossini (1792 - 1868), Opernkomponist
  • Umberto Eco, Schriftsteller und Professor an der Università di Bologna
  • Romano Prodi, Ministerpräsident von 1996 bis 1998 und von 2006 bis 2008

Stadtplan Bologna mit den Sehenswürdigkeiten